AFROB

Der Rapper und Schauspieler AFROB hat Wurzeln in Eritrea, wurde in Italien geboren – und kam im Alter von drei Monaten nach Deutschland. Aufgewachsen in Braunschweig, Karlsruhe und Stuttgart, startete er 1994 seine Rap-Karriere als Feature-Artist für befreundete Crews wie die Massiven Töne und Freundeskreis.

Es freut uns besonders, den Sohn der Stadt und Pionier des deutschsprachigen Hip Hop im Rahmen der diesjährigen Ausgabe von POP MEETS CLASSIC präsentieren zu können!

Es war das Jahr 1999, als AFROB zum Shootingstar der deutschen Hip-Hop-Szene avancierte: „Reimemonster“, eine Kollaboration mit Ferris MC – und die allererste Auskopplung aus seinem Debütalbum „Rolle mit Hip Hop“, schoss direkt bei Veröffentlichung in die deutschen Charts – und wurde zur Hip-Hop-Hymne des Jahres. Zwei Jahre darauf erschien mit „Made in Germany“ sein zweites Album, welches der Künstler bis heute als sein bestes bezeichnet. Und auch diesmal arbeitete der Rapper mit namhaften Künstlern wie Ferris MC, Joy Denalane und Gentleman zusammen. Im Frühjahr 2003 veröffentlichten er und Samy Deluxe ihr gemeinsames Album „Wer hätte das gedacht?“, welches bis heute AFROBs erfolgreichster Longplayer ist.

Es erreichte Platz 5 der Charts und wurde u.a. von US-amerikanischen Produzenten (z.B. Waajeed und J Dilla) produziert.

2005 veröffentlichte der Stuttgarter seine dritte Soloplatte. Schon der Titel „Hammer“ zeigte, wo AFROB dabei seine Messlatte anlegte. Es folgten unzählige Features und verschiedene Rollen als Schauspieler, etwa im Kinostreifen „Leroy“ (2007). 2014 erschien der Nachfolger „Push“. Zuvor war AFROB auf Sidos-Single „30-11-80“ zu hören. 2015 folgte mit „Blockbasta“ das zweite Kollabo-Album mit Samy Deluxe – unter der Flagge ASD. 2016 schließlich schob der eingefleischte VfB-Stuttgart-Fan und Wahl-Hamburger dann endlich wieder ein Soloalbum nach: „Mutterschiff“.

Als einer der Pioniere des deutschsprachigen Hip Hop ist AFROB fast schon so etwas wie eine Legende, in Rente ist er jedoch noch lange nicht. Und immer noch in Bewegung: Im November 2019 überrascht er mit einem neuen Album, „Abschied von Gestern“. AFROB selbst dazu: „Die Platte zeigt mich von einer anderen, neuen Seite.“ Das klingt vielversprechend, und man darf gespannt sein, welche Seite von sich AFROB bei seinem Auftritt bei POP MEETS CLASSIC 2020 präsentieren wird.