KÜNSTLER 2009

Bosse Zweieinhalb Jahre sind seit der Veröffentlichung seines letzten Albums, “Guten Morgen Spinner“ vergangen. Zweieinhalb Jahre gefüllt mit Songwriting für das neue Bosse Album, Demophasen im Studio, unplugged Konzerten, komponieren und texten für andere Künstler (u.a. für Kim Frank), gemeinsam mit Sven Bünger (Madsen) im Team als Produzent tätig sein, Moderatorenjobs und nicht zuletzt regelmäßiges Pendeln zwischen Hamburg und dem zweiten Lebensmittelpunkt Türkei zu seiner Tochter und seiner türkisch-deutschen Frau, die dort erfolgreich als Schauspielerin arbeitet.
Das gereifte Ergebnis dieser Zeit ist Bosses drittes Album “Taxi”.

„Auf meinem Debüt „Kamikazeherz“ gab es noch unendlich viele Wege“, erinnert sich Bosse, auf „Guten Morgen, Spinner“ waren es vielleicht noch zwei und jetzt, jetzt bin ich angekommen.“ Er sagt das ohne Bedauern, er fühlt sich freier denn je. Frei von der dämlichen Dauerjugendlichkeit des Alles-Offen-Haltens, frei von dem Musikkonzern, der die Namen seiner Bands nicht mehr kennt, frei von dem Zwang, Lärm machen zu müssen. Ein Schlüsselerlebnis war seine erste Unplugged-Show letztes Jahr in Berlin. „Zum ersten Mal kamen Menschen nach dem Auftritt an meinen Stand und sprachen mit mir über Texte. Früher torkelten sie bloß mit blutigen Nasen vorbei und lallten: „Goiler Rock’n’Roll, Alder!“

Nun also: Schluss mit dem Lärm. Sein drittes Album hat Bosse zu zweit mit Produzent Jochen Naaf (Peter Licht, Polarkreis 18) in dessen Wohnzimmer aufgenommen, sich Zeit gelassen und „über jedes Wort dreißig Mal nachgedacht.“ Es ist sein erstes Indie-Album geworden, versteht man Indie als klangliche Reduktion, unkitschige Intimität und unaufdringliches Spinnen eines roten Fadens. „Mutmacher mit Grundsehnsucht“ könne man diesen nennen und seine dicksten Knoten lauten „Gegen Murphy“, „Augen schließen“ und „Liebe ist leise“. Ersteres ein Manifest gegen die allgegenwärtige Sucht nach schlechten Nachrichten und Fatalismus und letztere die zwei riskantesten Statements, die ein Rock’n’Roller äußern kann: ‚Ich vergesse alle praktischen Nöte, wenn ich an meine Familie denke’, sowie ‚Liebe ist kein Rock’n’Roll.’

Liebe ist kein Rock’n’Roll. Liebe ist leise. So spricht ein Musiker, der sich niemals für irgendeine Szene verbogen hat, sondern immer seinem momentanen Gefühlsleben folgte. Einer, der 2005 im Video zu seiner ersten Single noch irrsinnig getrieben durch Berliner U-Bahn-Stationen rannte, sein zweites Album mit Band als 7-Tage-Live-Aufnahme voller Spontaneität einholzte und der nun zu viel Akustikgitarre, Klavier und gelegentlicher Bratsche seinem Wesenskern am nächsten gekommen ist. Und wenn dieser Kern darin besteht, Vater und Mann zu sein, der „weiß, dass das Glück auf der Straße liegt und dass es uns begegnet und bleibt“, dann singt er das auch. Wohl wissend, dass in diesem Land eher gepflegter Pessimismus als wahre Kunst gilt. „Ich will nicht zur Kapitulation aufrufen“, sagt er und lächelt. „Ich will Mut machen. Mut machen, ohne dabei ein Animateur zu sein.“

Dies spiegelt sich in “Vereinfachen”, einem Duett mit Sebastian Madsen, ebenso wieder wie in der Kollaboration mit Oliver Uschmann. Zu dessen neuem Buch “MURP! – Hartmut und ich verzetteln sich” hat Bosse bereits im Herbst einen Text von Oliver Uschmann vertont und mit “Wie wir zu leben haben” das erste Titellied zu einem Buch aufgenommen!

Auf “Taxi” ist Bosse mehr denn je ein wenig Niels Frevert, ein wenig Kante und sogar ein wenig Nada Surf, aber bei all dem ist er durch seine ureigene Phrasierung und Ungeschliffenheit vor allem und unverkennbar: Bosse. Völlig bei sich. Das berührt und tut einfach nur gut.


ARTHUR SHEN wurde in den USA geboren und wuchs in Indianapolis sowie Walnut Creek auf. Er studierte an der University of California, Berkeley. Am Staatstheater Braunschweig ist er seit der Spielzeit 2007/2008 als festes Ensemblemitglied engagiert. Hier hat er bei der Burgplatzproduktion Rigoletto den Herzog gesungen. Zudem war er in Braunschweig bereits als Rodolfo in La Bohème, Alfredo in La Traviata sowie als Sänger im Rosenkavalier zu hören. In Amerika konnte er in der Gesangspartie des Manrico in Trovatore und als Radames in Aida bei der Utah Festival Opera begeistern. In konzertanten Aufführungen und Konzerten sang er u.a. den Tenorpart in Verdis Messa di Requiem, Mozarts Requiem und Beethovens 9. Sinfonie. Im Jahr 1999 war er der 1. Preisträger des Richard F. Gold Career Grant. Er erhielt zudem ein Stipendium für das Tanglewood Institute und das Mannes College of Music. Momentan studiert er bei M. Dunn in New York.


Silent Radio Worauf kommt es bei Musik wirklich an? Authentizität, Intensität und Emotion lautet die klare Antwort von SILENT RADIO.

Die Braunschweiger Band stellt sich deutlich hinter Ihre These und beweist immer wieder, dass es einen Unterschied zwischen Covern und Interpretieren gibt.

Immer wieder ist das Publikum begeistert, wie Welthits von The Eurythmics, Depeche Mode, oder Madonna in den Händen von Sänger und Gitarrist Louie und Rainer Tacke an der elektrischen Violine zu eigenständigen „Originalen“ werden.

In sparsamer akustischer  Instrumentierung bricht die Band Songs herunter auf das Wesentliche und stellt das Lied sowie die intensive Performance  spannend  in den Vordergrund.

Ob als Special Guest von Größen wie Heather Nova, TOTO oder bei eigenen Clubkonzerten erfreut sich die Band bundesweit wachsender Beliebtheit.

Zusätzlich belegen durchgehend ausverkaufte Häuser in Ihrer Heimatregion sowie die Teilnahme an Pop meets Classic 2007, 2008 und 2009 in der Volkswagenhalle Braunschweig und der Lokhalle Göttingen den „Lokalhelden“-Status der Band in Ihrer Heimatregion.

Am 25.02.2009 erscheint nun das erste Studioalbum „On the Outside“.
Neben 7 Interpretationen enthält „On the Outside“ erstmals auch 2 eigene Titel.


Meike Koester Wenn die Koester auf der Bühne steht, dann gehört das Publikum ihr“, urteilt die Braunschweiger Zeitung, und da darf man sich wohl auf einiges freuen.

Nach drei veröffentlichten CDs in englischer Sprache und Konzertreisen in die USA haben sich nun auch erstmals einige deutsche Titel ins Programm geschlichen. Und die treffen mitten ins Herz. „Dein Seefahrerherz fürchtet sich vor Liebe“ heißt es da in einem Song, und „manchmal muss man gehen, um zu sehen, was bleibt“ in einem anderen. Immer wieder lotet Meike Koester für sich die schmalen Grade zwischen Weggehen und Bleiben, zwischen Verantwortung und Freiheit aus.

Und das in einer nachvollziehbaren warmherzigen Art und Weise. Das Publikum wird einbezogen, es gibt kleine Geschichten zu den Songs zu hören, und es wird in lockerem Plauderton erklärt, wie die Effekte für ihre Akustikgitarre funktionieren.

Meike Koester steht zwar allein auf der Bühne, aber zuweilen hat man schon das Gefühl, in ihrer Akustikgitarre versteckt sich noch ein Bass oder Schlagzeug, so vielfältig, groovig und voll ist ihr Gitarrenspiel. Das Publikum nimmt an ihrer sprichwörtlichen Spielfreude teil, wenn Meike Koester bei einigen Songs sogar ein Wah-Wah-Pedal, eine Loopstation oder gar einen Verzerrer hinzuschaltet. Eine moderne Songschreiberin eben.

Meike Koester war bereits solo im Vorprogramm von Marc Cohn (“Walking In Memphis”), Alannah Myles (“Black Velvet”) und Toto zu hören und erhielt den “Förderpreis für Kultur des Landes Niedersachsen 2001“. 2004 spielte sie mit ihrem Trio auf dem „Dogwood Festival“, in Atlanta, GA, USA, und eröffnete dort auch solo Konzerte für Eric Taylor, Caroline Aiken und Pierce Pettis.


TED HEROLD Ted Herold und der Rock’n'Roll sind ein generationsübergreifendes Phänomen. Seine Erfolge in den 50/60er Jahren wie “Moonlight”, “Ich bin ein Mann”, “Da Doo Ron Ron” etc. brachten den Rock’n'Roll in Deutschland ins Rollen. Mit dem Rock’n'Roll-Revival der 80er Jahre wurde Ted Herold erfolgreicher als je zuvor.

Für seine zahlreichen Chart-Erfolge (6 Hits hintereinander!) in den 80er Jahren mit Titeln wie z.B. “Die Besten sterben jung” (dt. Version von Roy Orbisons “Runnig Scared”), “Rockabilly-Willy” (dt. Version von Matchbox “Rockabilly-Rebel”), “Gib’ Dein Ziel niemals auf” (dt. Version von ELO “Hold On Tight”) und “Bill Haley” bekam Ted Herold 1981 die Goldene Stimmgabel für die meistverkauften Singles. Die 2. Goldene Stimmgabel erhielt er 1988 für den beliebtesten Titel von 1960: “Moonlight”.

Seit diesem Comeback der 80/90er Jahre ist Ted Herold eine Kultfigur bei einem breiten Publikum. Seine ständige Aktualität wird durch zahlreiche Auftritte in Funk und Fernsehen und neue CD-Veröffentlichungen untermauert. Allein im Jahr 2002 wirkte er in über 20 TV-Sendungen mit und veröffentlichte 3 Singles sowie das Best-Of-Album “Mein verrücktes/verrocktes Leben”.


Jugendkantorei Braunschweiger Dom Die Jugendkantorei der Braunschweiger Domsingschule ist ein Jugendchor mit 100 jugendlichen Sängern, die sich zweimal wöchentlich zur Probe treffen und großenteils Gesangsunterricht haben. Sie ist der Jugendzweig der der Braunschweiger Domsingschule, die mit 800 musikalisch Aktiven die größte Einrichtung für evangelische Kirchenmusik in Deutschland ist. Drei Kantoren versorgen 600 Kinder und 200 Erwachsene musikalisch in 24 Chören. Viele der Chormitglieder in der Jugendkantorei singen seit ihrem 5. Lebensjahr am Dom und haben die vielen Chorgruppen der Kinder durchwandert. Die jährlichen Konzertreisen führten den Chor nach Zypern, England, Frankreich, Tschechien und in die Schweiz. Er war zudem einer der ersten Chöre, die 2005 in der wieder erstandenen Frauenkirche in Dresden konzertieren durften. Wohl einzig in Deutschland wird der Chor gleichberechtigt von zwei Chorleitern geführt. Kantorin Elke Bruns-Lindemann und Domkantor Gerd-Peter Münden teilen sich Proben und Aufführungen partnerschaftlich. Neben der klassischen geistlichen Musik pflegt die Jugendkantorei Chormusik mit Elementen des Musicals und hat 2008 das Musical „Eleasar“ mit Orchester mit großem Erfolg aufgeführt.


Dirk Lange Dirk Lange wurde 1967 in Wolfenbüttel geboren und studierte zunächst an der TU-Braunschweig Germanistik und Kunstgeschichte, bevor er in Hamburg bei Doris Kirchner zum Schauspieler ausgebildet wurde. Es folgten Engagements am Kampnagel Hamburg, am Staatstheater Braunschweig (1997-2002) und am Schauspiel Köln (2002-2007).

Seine Kölner Zeit wurde geprägt durch Rollen in Uraufführungen von Erik Gedeon  und Albrecht Hirche und die Arbeit mit Regisseuren wie Günter Krämer,Thorsten Fischer, Marc Günther, Michael Talke, Dusan David Parizek, Frederike Heller und Armin Petras.

Im Sommer 2006 moderierte Lange zum ersten mal den Braunschweiger ‘Grand Prix’  Ölper12Points, 2007 die Fortsetzung Ö2 und erstmalig POP MEETS CLASSIC. Es folgten verschiedene Moderationen in Braunschweig und 2008 die zweite POP MEETS CLASSIC Show.

Aktuell spielt Lange am Maxim-Gorki-Theater Berlin in “Der Schimmelreiter” in der Inszenierung von Armin Petras, den Conferencier in der “Csardasfürstin” an der Oper Braunschweig und Oberst Werschinin in “Drei Schwestern” am Theater Chemnitz in der Inszenierung von Enrico Lübbe.


Bild: Wingenfelder & WingenfelderWingenfelder : Wingenfelder Inhalt folgt demnächst.

Zeige deinen Freunden, dass dir das gefällt.
  • Print
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • email
  • MySpace

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.