Tom Ruhstorfer (FEE) Als zu Beginn der 80er Jahre immer mehr deutsche Bands anfingen, in ihrer Muttersprache zu singen, gehörten FEE unangefochten zur Speerspitze der Bewegung. FEE-Songs wurden im Radio rauf und runter gespielt, es gab Deutschland weit ausverkaufte Konzertsäle, kein großes Open Air Festival ohne FEE. Mitte des Jahrzehnts begann der kommerzielle Ausverkauf der „Deutschen Welle“, an dem sich FEE nicht beteiligen mochten.
Die Band blieb ihrem eigenwilligen Stil voll in der Tradition der deutschen Punk- und Rockszene der 70er Jahre treu. Nachzuhören ist dies besonders eindrucksvoll auf ihrem ersten Album „Notaufnahme“ aus dem Jahr 1981. Das Album beginnt gleich mit einem der größten Hits der Band: „Amerika“. Und ganz ehrlich, wenn man sich den Text heute anhört, glaubt man kaum, es mit einem 25 Jahre alten Song zu tun zu haben. Im Gegenteil! Es scheint, als besinge die Band ein brandaktuelles Lebensgefühl.
Noch heute genießt FEE so etwas wie Kult-Status und die großen Hymnen wie „Schweine im Weltraum“, „Mach Dich lieber anders tot“ oder „Overdrive“ dürfen auf keiner echten „NDW-Party“ fehlen. Auch im neuen Jahrtausend spielt FEE hin und wieder live vor alten und neuen Fans. So geschehen im Sommer 2004 zum 25jährigen Bühnenjubiläum.
Tom Ruhstorfer, Sänger und Frontman von FEE, ist heute für den Landesmusikrat Niedersachsen tätig. Er kümmert sich dort um Rock- und Popmusik und zählt zu dem Entdeckern und Fördern der „Guanao Apes“.
Mr. Sweety GlitterSWEETY GLITTER & THE SWEETHEARTS
Vertreten durch Mr. Sweety Glitter / Volker Petersen und Randy B.Bluebird / Eiko Witt
Ausgesprochen neu und spannend stellt sich die Zusammenarbeit von Sweety Glitter und dem Staatsorchester Braunschweig und ihrer musikalischen Leitung Gerd Schaller und Christian Eitner dar. Und das will bei der Geschichte der fünf Glamour-Hippies von SWEETY GLITTER & THE SWEETHEARTS einiges heißen. Ihre Wurzel hat die Ur-Braunschweiger Kapelle quasi im Schunter-Delta in Querum, wo Volker Petersen aufwuchs und erste musikalische Gehversuche unternahm. Hier bildete sich auch sein klares „A“ heraus, was ihm viel später die Mitwirkung auf der CD EINTRACHT HITS FOREVER einbrachte. So ist er bei jedem Heimspiel der Braunschweiger Eintracht zu hören. Aber von Anfang an : 1987 gegründet und mit ihrem ersten Konzert im Jolly Joker in Braunschweig aus Spaß an der Livemusik gestartet, setzten die fünf Gründungsmitglieder der musikalischen Synthesizer-Tristesse der 80’er Jahre, handgemachte,gitarrenlastige Musik, gepfeffert mit einer ordentlichen Prise Humor und vierstimmigen Satzgesang entgegen. Immer getreu ihrem Motto : Love & Peace & Rock’n’Roll verwandelt SWEETY GLITTER Konzertsäle zu Festtempeln. Der charismatische Gesang von Volker Petersen und sein feiner Humor kulminieren dann zu einem Vulkan aus leidenschaftlichem Entertainment. 20 Jahre Rock’n’Roll und ihr 1.000 Konzert am 02.12.2007, natürlich dort wo alles begann, im Jolly Joker, zeigen, das sich die Band längst als respektabler Act etabliert hat. Am 10.02.07 im Capitol in Hannover veröffentlichten SWEETY GLITTER & THE SWEETHEARTS ihre neue CD LIVIN’ WILD vor über 1000 Besuchern im „…proppenvollen Capitol“ und bringen die Stimmung „…zum Glühen“. (Neue Presse,Hannover vom 13.02.07, die in ihrem Kulturteil 4 von 5 Sternen für das Release-Konzert vergibt. Produziert in den eigenen Studios von Mastermind Volker Petersen und Manager Stefan Jahnke, erschienen auf ihrem Label SWEETHEART MUSIC sind darauf Eigenkompositionen und Interpretationen zu hören. Die Liste ihrer Auftritte ist ebenso lang, wie die der Weltstars mit denen sie zusammen tourten oder auftraten. So ist eines der Höhepunkte sicherlich das Konzert mit JAMES BROWN ( r.i.p., brother) im Kennelbad gewesen. Oder Tourneen mit STATUS QUO, DEEP PURPLE oder der Woodstock-Legende CANNED HEAT. Große Festival Auftritte mit den BEACH BOYS oder Sir BOB GELDOF sind ebenso zu nennen, wie Stadionauftritte vor 30.000 begeisterten Menschen in Rostock. Oder die Eröffnung der EXPO-PLAZA – Bühne in Hannover, oder, oder,oder. Auch europaweit ist die Band unterwegs: So stehen Tourneen ( Griechenland) und Auftritte in Spanien, der Türkei und Polen zu Buche. Einige Highlights in 2007 sind bereits bestätigt. So wird die Band wieder mit STATUS QUO und TOTO zusammen zu sehen sein ! Auch auf der größten Rock und Oldienight im bereits ausverkauften Bad Segeberg wird SWEETY GLITTER & THE SWEETHEARTS als einzige deutsche Band spielen. Auf dem Hamburger Hafengeburtstag und der Kieler Woche werden sie die jeweils größte Bühne entern und in Bayern für den BR und in Hessen für den HR Festivals spielen. Um nur einige zu nennen… Love & Peace & Rock’n’Roll Stefan Jahnke.
Silent Radio Worauf kommt es bei Musik wirklich an?Authenzität, Intensität und Emotion lautet die klare Antwort von SILENT RADIO. Mit einem komplett neuen Programm stellt sich die Braunschweiger Band erneut hinter Ihre These und beweist zudem, dass es einen Unterschied zwischen Covern und Interpretieren gibt. Immer wieder ist das Publikum begeistert, wie Welthits von The Eurythmics, Depeche Mode, The Killers oder Madonna in den Händen von Sänger und Gitarrist Louie und Rainer Tacke an der elektrischen Violine zu eigenständigen „Originalen“ werden.
In sparsamer akustischer Instrumentierung bricht die Band Songs auf das Wesentliche herunter und stellt das Lied sowie die intensive Performance spannend in den Vordergrund.
Jazzkantine Vielleicht ist es mittlerweile gar nicht mehr so einfach zu durchschauen, was sich alles hinter der Braunschweiger „Jazzkantine“ verbirgt. Was 1993 als erfolgreiche Jazz-HipHop-Band begann, ist mittlerweile zu einer ganzen Institution, zu einem Gesamtkunstwerk geworden. Die zahlreichen Aktivitäten haben immer wieder gezeigt, mit welch offenen Augen die Jazzkantinen-Macher durch die Welt gehen, wie gerne Grenzen überschritten werden und welches Potential sich in ihren Reihen bündelt. Aber eins nach dem anderen: Gleich mit dem ihrem ersten Album hat die „Jazzkantine“ den musikalischen Durchbruch geschafft. Das gleichnamige Album „Jazzkantine“ ging über 160.000 mal über den Ladentisch und das mit einer Musik, die es bis dahin in Deutschland noch nicht gab und die eigentlich alles andere, als ein Selbstläufer war: Mit der Verknüpfung von Jazz und deutschsprachigem HipHop, die immer später immer weiter ausdifferenziert und weiterentwickelt wurde. Bis heute genießt die Jazzkantine dafür in der deutschen Musikwelt höchste Anerkennung und Respekt. Nachfolgealben wie „Heiß und fettig“, „Geheimrezept“ und „In Formation“ stabilisierten den Erfolg und die „Jazzkantine“ erspielte sich darüber hinaus den Ruf, als eine spannende Live-Band, die bis zum heutigen Tage über 700 Konzerte in der ganzen Welt spielte. Darunter auch eine Tournee in Südafrika als offizieller kultureller Botschafter Deutschlands, die den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog dorthin begleitete. Auch etliche Auszeichnungen, wie den ECHO oder diverse Jazz Awards sammelten sie im Laufe der Jahre ein. Ausgehend von einer Kernband um Produzent und Bassist Christian Eitner, den Erchinger-Brüdern Jan-Heie und Dirk (Keyboards und Drums), Tom Bennecke (Gitarre), York (Sax), Christian Winninghoff (Trompete) und den Rappern Cappuccino und Tachi wurden immer wieder namhafte Gäste eingeladen. Xavier Naidoo, Wu-Tang Clan, Laith Al Deen, Götz Alzmann, Smudo, Toshinori Kondo, Sven Regener, Till Brönner oder Pee Wee Ellis – sie alle und viele mehr waren bereits mit den Braunschweigern gemeinsam im Studio. Die Entwicklung der Jazzkantine hat eine erstaunliche Eigendynamik bekommen. Ein wichtiger Wendepunkt war das Jahr 1999, als es zur ersten Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig kam. Gemeinsam mit dem Ballett-Ensemble von Pierre Wyss wurde die „Tanzzkantine I“ uraufgeführt. Das Stück war ein Riesenerfolg, wurde bundesweit gespielt und die Musik wurde auch als Tonträger dokumentiert. Die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit folgte im Jahr 2001 – das Stück „Space“. Auch hier schrieb die „Jazzkantine“ die Musik und agierte gemeinsam mit den Tänzern des „Staatstheaters Braunschweig“ auf der Bühne. Seitdem gibt es fast jährlich eine neue Theater-Inszenierung unter Beteiligung der „Jazzkantine“. 2003 & 2004 gab es 50 Aufführungen des Heimatmusicals „Braunschweich Braunschweich“, 2005 folgte die Grand-Prix-Persiflage „Ölper Zwölf Pöints“ – allesamt Publikumsmagneten* und von der Presse gefeiert. *(mittlerweile steht die Gesamtbesucheranzahl bei über 80.000) Hinzu kam das Jazz-Lyrik Projekt „Text in Stereo“, das in regelmäßigen Abständen immer wieder Programme wechselnden Inhalts gestaltet. 2004 initiierte die Jazzkantine in ihrer Heimatstadt Braunschweig das Festival „Cityjazznight“, das in einer Nacht bis zu 300 Musiker in 30 Spielorten zeigt. Das Konzept kommt an und bereits nach 3 Jahren organisiert die Kantine nun eines der publikumsstärksten Jazzfestivals in Norddeutschland. 2004 veröffentlichte die Formation ihre erste Konzert-DVD. Für 2007 planen die beiden Kantinen-Gründer Christian Eitner und Matthias Lanzer das mittlerweile achte Album plus Tour. Wir dürfen gespannt sein.
Def Style Rockers Die Def Style Rockers gründeten sich 1994 aus fünf Braunschweiger B-Boys und gehören mittlerweile zu den ältesten B-Boy Crews in Deutschland.
Seitdem reisten sie von Kiel bis Biel, tanzten auf diversen Veranstaltungen und den Straßen der Republik. Einige zeigten ihr Können auch im europäischen Ausland bis hin nach New York und LA.
Dabei repräsentieren sie bis heute stets das B-Boying der alten Schule, mit ausdrucksstarken Toprocks, Footworks und Freezes unterm Gefrierpunkt tanzen sie zu Funk und Jazz der späten 60er bis frühen 80er.
Heute sind noch drei Gründungsmitglieder dabei, wobei schon vor langer Zeit neue, gute B-Boys rekrutiert wurden. Was nicht heißen soll, dass die Def Style Rockers eine zusammengecastete Gruppe sind. Vielmehr sind sie gute Freunde die einfach nur gerne zusammen tanzen.
Nientje Schwabe Nientje Schwabe, 1977 in Hannover geboren, studierte zunächst in Rostock Sonderpädagogik, Evangelische Religionswissenschaft und Darstellendes Spiel, bevor sie 1998 an die Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ wechselte. Bereits während ihres Schauspielstudiums wirkte sie in verschiedenen Inszenierungen des Leipziger Schauspielhauses mit, so u.a. in SCHIFF DER TRÄUME (Regie: W. Engel), WILHELM TELL (Regie: J. Schall) und HEIMAT LOUNGE (Regie: E. Lübbe). Seit der Spielzeit 02:03 ist sie am Staatstheater Braunschweig engagiert und war hier bisher u.a. als Mercy Lewis in Millers HEXENJAGD, als Sue in Neil LaButes BASH, als Wendla in Wedekinds FRÜHLINGS ERWACHEN, als Nicoletta von Niebuhr in Mnouchkines MEPHISTO, als Julija in Maxim Gorkis SOMMERGÄSTE, als Bertha von Brunek in Friedrich Schillers WILHELM TELL und als Agnes in MENSCH AGNES! von Peter Schanz zu sehen.
Susanna Pütters Die Sopranistin Susanna Pütters wurde in Krefeld geboren und studierte nach dem Abitur Kirchenmusik in Aachen und Gesang an der Robert Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Valerie Bak. Weitere Studien führten sie nach Essen, Hamburg und Stuttgart zu Clemens Kaiser-Breme, Ingrid Kremling-Domanski und Angela Denoke. Ihrer ersten Bühnenrolle 1991 am Bremer Theater folgten ein vierjähriges Festengegement am Tiroler Landestheater in Innsbruck und Gastengagements am Metropoltheater in Berlin, bei den Salzburger Festspielen, in Karlsruhe, Krefeld-Mönchengladbach, Magdeburg, Ulm, Kiel, Bremerhaven, Schwerin und am Staatstheater Braunschweig, dessen festes Ensemblemitglied sie seit 1997 ist. Hier sang sie seitdem u.a. Hanna Glawari (DIE LUSTIGE WITWE), Frau Fluth (DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR), Elvira (DON GIOVANNI), Musetta (LA BOHÈME), Gretel (HÄNSEL UND GRETEL), Susanna (DIE HOCHZEIT DES FIGARO), Eliza (MY FAIR LADY), Pamina (DIE ZAUBERFLÖTE) und Micaela (CARMEN). 1990 gewann Susanna Pütters den 1. Preis beim Gesangswettbewerb für Junge Talente in Darmstadt. 1996 erhielt sie den Preis der Deutschen Oper Berlin beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin. 2003 wurde sie mit dem Förderpreis der Braunschweiger Staatstheaterfreunde ausgezeichnet. Neben ihren Aufgaben im Opernbereich widmet sich Susanna Pütters einer umfangreichen Konzerttätigkeit.








